Eichenprozessionsspinner
Je nach Befallsstärke und Jahreszeit kommen unterschiedliche Maßnahmen zum Einsatz. Welche Methode geeignet ist, hängt vom Entwicklungsstadium der Raupen und den örtlichen Gegebenheiten ab.
Präventive Maßnahmen
- Ausbringen von Nematoden
- Anbringen und Betreuung von Baumgürteln zur Reduzierung der Raupenwanderung
- Regelmäßige Kontrollen gefährdeter Bereiche
- Früherkennung neuer Befälle
- Ansiedelung von natürlichen Fressfeinden (Nistmöglichkeiten)
Direkte Bekämpfung
- Fachgerechtes Absaugen der Raupen und Nester
- Sichere Entsorgung des belasteten Materials
- Dokumentation aller durchgeführten Maßnahmen
Darüber hinaus bieten wir ein Anwohnermeldungsmanagement und Begutachtung von Meldungen an.
Alle Arbeiten werden von geschultem Personal mit geeigneter Schutzausrüstung und unter Einhaltung der geltenden Sicherheits- und Umweltvorschriften durchgeführt.


Was sind Eichenprozessionsspinner?
Der Eichenprozessionsspinner (kurz EPS) ist ein heimischer Nachtfalter. Im Laufe eines Jahres durchlebt er vier Stadien, von den Eiern über die Raupe bis zur Puppe und zum Falter. Aus den Eiern schlüpft ab ca. Ende April das erste von sechs Larvenstadien. Ab dem dritten Raupenstadium, ab ca. Mitte Mai, entwickeln die Raupen Gifthaare.
Diese mikroskopisch kleinen Haare (ca. 0,1 bis 0,25 mm) werden durch direkten Kontakt oder durch die Luft übertragen und enthalten ein Gift, welches zu einer Überempfindlichkheit des Immunsystems führt. Gerade in den Nestern reichern sich die Haare an und bleiben noch über Jahre aktiv.
Gerade am Boden spielende Kinder und Hunde können durch die am Boden vermehrt vorhandenen Brennhaare stark gereizt werden. Darüber hinaus kann ein erneuter Kontakt zu heftigeren Reaktionen führen.
Warum ist der Eichenprozessionsspinner gefährlich?
Die Brennhaare der Raupen enthalten ein Nesselgift. Bereits ein kurzer Kontakt oder das Einatmen der Haare kann Beschwerden auslösen.
Mögliche Folgen sind:
- Juckreiz und Hautausschläge (Raupendermatitis)
- Rötungen und Schwellungen
- Reizungen der Augen
- Husten oder Atembeschwerden
- In seltenen Fällen stärkere allergische Reaktionen
Auch Haustiere können betroffen sein. Besonders Hunde sind dur das Schnüffeln am Boden gefährdet.
Wichtig: Wiederholter Kontakt mit den Brennhaaren kann die Reaktion des Körpers verstärken. Das bedeutet, dass Beschwerden bei erneutem Kontakt stärker ausfallen können als beim ersten Mal. Daher sollte jeder Kontakt mit den Raupen, Nestern oder Brennhaaren möglichst vermieden werden.
Hinweis: Das Bild zeigt ein kleines Nest im August mit verpuppten Raupen. Im oberen bis mittleren Nestteil sind die verpuppten Raupen und im Unteren der angesammelte Kot zu erkennen.

Was ist bei Kontakt zu tun?
Sollten Sie Kontakt mit den Raupen oder den Brennhaaren gehabt haben, verlassen Sie zunächst den betroffenen Bereich. Berühren oder kratzen Sie die betroffenen Hautstellen möglichst nicht, da sich die Brennhaare dadurch weiter auf der Haut verteilen können. Wechseln Sie anschließend Ihre Kleidung und waschen Sie diese bei mindestens 60 °C. Duschen Sie vorsichtig, um möglichst viele Brennhaare zu entfernen. Nutzen Sie kein Handtuch, sondern trocknen Sie sich an der Luft. Sollten starke Beschwerden, Atemprobleme oder allergische Reaktionen auftreten, suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf oder wählen Sie in Notfällen den Notruf 112.
Wie und wo kann der Befall gemeldet werden?
Wenn Sie einen Verdacht auf einen Befall haben, sollten Sie die Raupen oder Nester nicht selbst entfernen.
Sie können:
- Uns direkt kontaktieren
- Den Befall Ihrer Stadt oder Gemeinde melden
- Den zuständigen Grundstückseigentümer informieren.
Für eine schnelle Einschätzung helfen Fotos sowie die Angabe des genauen Standorts.
Hinweis
Die Inhalte auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische, rechtliche oder behördliche Beratung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder den Rettungsdienst.
Für behördliche Maßnahmen gelten die Vorgaben der jeweils zuständigen Behörden.
